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Länder-Update

„Grüner Korridor“ in Kirgisistan (Juli 2026): Wie man ohne Strafen für Verstöße gegen Migrationsregeln ausreist

Veröffentlicht · Aktualisiert · 4 Min. Lesen

Illustration: Smartphone mit Aufschrift VISA und Flagge Kirgisistans, symbolisiert die Aufhebung der Visumstrafen

Kurz. Vom 1. bis 31. Juli 2026 können Ausländer mit Migrationsverstößen ein kostenloses Ausreisevisum erhalten, um Kirgisistan legal und ohne Strafen zu verlassen.

Gemäß dem Präsidialerlass Nr. 233 vom 24. Juni 2026 wurde in Kirgisistan eine vorübergehende Migrationsamnestie eingeführt — der sogenannte „Grüne Korridor“. Vom 1. bis 31. Juli 2026 können ausländische Staatsbürger, die sich unter Verletzung der Migrationsgesetze im Land aufhalten, legal ausreisen, ohne Verwaltungsstrafen und staatliche Gebühren für ein Ausreisevisum zu zahlen.

Was sich geändert hat

Zuvor mussten Ausländer für die Überschreitung des Visums oder fehlende Registrierung eine erhebliche Verwaltungsstrafe sowie eine staatliche Gebühr für die Ausstellung eines Ausreisevisums (Telex) zahlen. Dank der Amnestie sind diese finanziellen Sanktionen vorübergehend aufgehoben.

Kriterium Vor dem 1. Juli und nach dem 31. Juli 2026 Während der Amnestie (1.–31. Juli 2026)
Verwaltungsstrafe Wird angewendet (abhängig von der Dauer) Aufgehoben
Gebühr für das Ausreisevisum Von ~$206 bis über $13.500 Kostenlos
Folgen für die Rückkehr Mögliches Einreiseverbot Keine Sanktionen (ein neues Visum kann beantragt werden)

Wen dies betrifft

Die Amnestie gilt für ausländische Staatsbürger und Staatenlose, die:

  • Die zulässige Aufenthaltsdauer in Kirgisistan überschritten haben.
  • Ein abgelaufenes Visum oder eine annullierte Aufenthaltserlaubnis haben.
  • Sich ohne Dokumente im Land aufhalten, die die Legalität des Aufenthalts bestätigen (z. B. verpasste Registrierungsfristen).

Wichtig: Dieses Verfahren gilt nicht für Personen, gegen die Strafverfahren eingeleitet wurden, gegen die ein Gerichtsbeschluss vorliegt, die Steuerschulden haben oder anderen Einschränkungen gemäß der Gesetzgebung Kirgisistans unterliegen.

Was jetzt zu tun ist

Um den „Grünen Korridor“ zu nutzen, müssen bis zum 31. Juli 2026 folgende Schritte durchgeführt werden:

  1. Schreiben des Innenministeriums einholen: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle (Innenministerium) an Ihrem Wohnort und holen Sie eine offizielle Ausreisegenehmigung im Rahmen der Amnestie ein.
  2. Dokumente vorbereiten: Machen Sie eine Kopie Ihres Reisepasses und bereiten Sie ein Foto im Standard-Visumformat vor, zwingend mit weißem Hintergrund.
  3. Online-Antrag einreichen: Gehen Sie auf das offizielle Portal evisa.e-gov.kg, füllen Sie das Antragsformular für das Ausreisevisum aus und fügen Sie das Schreiben des Innenministeriums, die Passkopie und das Foto bei.
  4. Auf das Visum warten: Nach der Genehmigung erhalten Sie ein elektronisches Ausreisevisum (Telex), mit dem Sie die Grenze problemlos überqueren können.

Häufige Fehler

  • Aufschieben bis zum letzten Tag: Anträge, die nach 23:59 Uhr am 31. Juli 2026 eingereicht werden, werden nicht angenommen. Die Ausstellung des Schreibens des Innenministeriums und des Visums selbst nimmt Zeit in Anspruch (in der Regel 3–4 Werktage), daher müssen Sie sofort handeln.
  • Einreichung ohne Schreiben des Innenministeriums: Das e-Visa-Portal wird Ihren Antrag automatisch ablehnen, wenn Sie das offizielle Schreiben der örtlichen Polizeidienststelle nicht beifügen.
  • Falsches Foto: Das Foto muss zwingend einen weißen Hintergrund haben. Jeder andere Hintergrund führt zur Ablehnung.
  • Versuch der Legalisierung im Inland: Die Amnestie berechtigt nur zur Ausreise ohne Strafen. Sie verlängert nicht Ihren Aufenthalt und legalisiert nicht Ihren Status in Kirgisistan.

Für weitere Informationen können sich Antragsteller an die Hotline der Konsularabteilung des Außenministeriums von Kirgisistan über WhatsApp unter der Nummer +996 999 312 002 wenden.

Regeln ändern sich häufig — überprüfen Sie vor dem Handeln immer die aktuellen Anforderungen bei der oben genannten offiziellen staatlichen Quelle.

Verwandte Ratgeber

Offizielle Quellen

Fragen

Kann ich nach der Ausreise im Rahmen der Amnestie nach Kirgisistan zurückkehren?
Ja. Die freiwillige Ausreise im Rahmen des Erlasses Nr. 233 führt nicht zu einem Einreiseverbot oder zur Aufnahme in eine „schwarze Liste“. Nach der Ausreise können Sie von Ihrem Heimatland aus ein neues Visum beantragen.
Wie lange dauert die Ausstellung des Ausreisevisums?
In der Regel dauert der Prozess 3–4 Werktage nach Einreichung der vollständigen Unterlagen auf dem Portal evisa.e-gov.kg. Die Dauer hängt jedoch auch davon ab, wie schnell Sie das obligatorische Schreiben des Innenministeriums erhalten.
Was passiert, wenn ich den Antrag nicht bis zum 31. Juli einreiche?
Anträge auf ein kostenloses Ausreisevisum werden nach 23:59 Uhr am 31. Juli 2026 nicht mehr angenommen. Nach diesem Datum werden gegen Zuwiderhandelnde die üblichen Verwaltungsstrafen und eine mögliche Abschiebung verhängt.
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